Musikfest "25 Jahre" Musikkapelle Pfaffenhausen vom 21.-22. Mai 2011
Presseberichte
PFAFFENHAUSEN
Blasmusik und Rock zum Jubiläum
Blaskapelle Pfaffenhausen feiert 25-jähriges Bestehen - Party mit „Mamas finest“
Auf die Feier des 25. Geburtstags der Musikkapelle Pfaffenhausen stimmte am Samstag ein Sternmarsch mit zwölf Kapellen aus der Umgebung ein. Dabei marschierten Hunderte von Musikern aus verschiedenen Richtungen durchs Dorf zum Festzelt am Sportplatz.
Dort hieß Dirigent Waldemar Danz die Musikvereine und Blaskapellen willkommen. Sie waren gekommen aus Oberthulba, Windheim, Wartmannsroth, Fuchsstadt, Machtilshausen, Waldfenster, Frankenbrunn, Obererthal, Lauter, Ebenhausen, Büchold und Morlesau-Ochsenthal.
Wochenlang war es trocken gewesen. Ausgerechnet zum Sternmarsch ging ein Platzregen über Pfaffenhausen nieder, dem einige Kapellen nicht entkamen. Doch ließen sich die Musiker nicht verdrießen und feierten im Festzelt zu den Klängen des Musikvereins Schönderling.
Tolerant zeigten die Lokalmatadoren gegenüber anderen Klängen und engagierten für den Abend die Pop- und Rockgruppe „Mamas finest“, die für vorwiegend jüngere Besucher Hits aus der Blütezeit des vergangenen Jahrhunderts präsentierten. „Alle wollen sie, wir haben sie“, kündigte Vorsitzender Marco Genzler die Popmusiker in den besten Jahren an.
Mit 25 Jahren ist die Musikkapelle Pfaffenhausen zwar recht jung. Tatsächlich nachweisbar aber ist die Blasmusik im ältesten Stadtteil Hammelburgs schön viel länger, nämlich seit 1920. Schon damals deckte eine Gemeinschaft von rund einem Dutzend Musikern alle kirchlichen und gesellschaftlichen Anlässe im Dorf musikalisch ab - nur waren sie nicht als Verein organisiert.
Dieser wurde erst im März 1986 gegründet: 49 Musikfreunde hoben die heutige Musikkapelle im Gasthaus Schneider aus der taufe. „Viva la musica, war der Tenor der Stunde, heute ist Gründung klang es aus vieler Munde“, dichtete der damalige Schriftführer Alfons Genzler ins Protokoll. Zum Vorsitzenden gewählt wurde Berthold Brandenstein.
Um „Kultur zu verbreiten und Gesellschaft zu pflegen“, suchte der Vorstand Kontakt zu anderen Kapellen und Vereinen, was ihm recht gut gelang. Elf Aktive bildeten seinerzeit den Kern der Kapelle, die noch neun junge Musiker in der Ausbildung hatte. Ihr Dirigent war Waldemar Danz.
Zehn Jahre später ließ sich der Verein beim Registergericht eintragen. Zum 20. Geburtstag wies der Verein stolze 120 Mitglieder auf, darunter 25 Aktive und 15 Jungmusiker in Ausbildung. Sobald Letztere ihr D1-Abzeichen erworben haben, dürfen sie in der Kapelle mitspielen. Der provisorische Proberaum in der Alten Schule wurde sukzessive durch Ausbruch der Zwischenwände erweitert und ist heute schmuckes Domizil der Bläser.
Seit einem Vierteljahrhundert präsentiert die Kapelle den Stadtteil in allen musikalischen Belangen und garantiert im Ort die Begleitung aller Festlichkeiten. Ihr Ansehen geht weit über die Dorfgrenzen hinaus. Deshalb sind die Pfaffenhäuser Musiker auch gern gesehene Gäste bei anderen Vereinen.
Quelle: Mainpost, 23.05.2011
Wenn es darauf ankommt, spielen die Musikanten auf
Musikverein ehrte seine Gründungsmitglieder - Festzug mit 15 Kapellen durch Pfaffenhausen
Der Vorsitzende des Musikvereins Pfaffenhausen, Marco Genzler und Bürgermeister Ernst Stross (von links) sowie Dirigent Waldemar Danz, Landrat Thomas Bold und Ortssprecher Karl-Heinz Glück (von rechts) gratulierten und dankten den Gründungsmitgliedern (Foto) mit einer Urkunde und einem Präsent.
(win) Das Gründungsfest zum 25-jährigen Bestehen des Musikvereins (wir berichteten) setzte sich am Sonntag mit Gottesdienst, Totenehrung und Festzug fort.
Im Festzelt stellte Schriftführer Alfons Genzler die Vereinschronik vor. Vorsitzender Marco Genzler ehrte mit Dirigent Waldemar Danz die Gründungsmitglieder des Musikvereins aus dem Jahre 1986 - immerhin knapp 50 Personen. Dazu gab es einen Gutschein für die im Pfarrheim aufgenommene CD des Kreisverbands des Nordbayerischen Musikbunds (NBMB), auf der die Pfaffenhausener Musiker zu hören sind.
„Die Qualität ist gestiegen“, lobte Bürgermeister Ernst Stross mit einem Dank an alle Verantwortlichen für deren Engagement. Landrat Thomas Bold zeigte sich beeindruckt von der großen Zahl der Gründungsmitglieder. „Das zeigt, wie groß die Begeisterung vor 25 Jahren war“, stellte er fest. „Doch auch heute trägt der Musikverein das öffentliche Leben im Dorf maßgeblich mit“, wusste Bold.
Auch Ortssprecher Karl-Heinz Glück sprach den Gründern seine Anerkennung aus. Sein besonderer Dank galt den Frauen und Jugendlichen, die sich bei den Vorbereitungen zum Fest einbrachten. Der Musikkapelle bestätigte er: „Ihr seid immer präsent, wenn man euch braucht. Ich wünsche auch für die nächsten 25 Jahre viel Erfolg.“
Der Festzug mit 15 Kapellen und Vereinen blieb am späten Nachmittag vom Regen verschont. Schirmherr Oskar Böhm hatte sich wegen eines eigenen Jubiläums entschuldigt. Der Jubiläumszug marschierte vom westlichen Ortsausgang durch das Dorf zum Festplatz, wo die Teilnehmer von den Gästen mit viel Beifall empfangen wurden. Den Festausklang bestritten die Stadtkapelle Hammelburg sowie die Blaskapelle Diebach und die Musikkapelle Gauaschach musikalisch.
Folgende Gründungsmitglieder wurden ausgezeichnet: Sonja Ashrafi, Engelbert und Herbert Böhm, Berthold, Carmen, Karl, Kurt, Reinhilde und Tanja Brandenstein, Christl Brönner, Heinz, Marco, Ute und Waldemar Danz, Alfons, Heiko, Marco und Sandra Genzler, Christiane Gerlach, Erich Härdle, Winfried Heim, Stefan Hofbauer, Gerhard Hollweck, Engelbert und Roland Hügel, Peter Kleer, Friedrich Kühnlein, Egon, Gebhard und Gerti Oschmann, Tanja Otter, Günter Petrick, Silke Preyer, Friedrich Porkristl, Hans-Werner Schedel, Günther Schmitt, Margarete Schultheis, Kurt und Matthias Tumpach, Georg, Heiko und Monika Väth sowie Melanie und Artur Wehner.
Quelle: Mainpost, 24.05.2011
PFAFFENHAUSEN
Zwei Männer der ersten Stunde
Dirigent Waldemar Danz und Schriftführer Alfons Genzler sind seit 25 Jahren in ihren Ämtern
Männer der ersten Stunde: Dirigent Waldemar Danz (links) und Schriftführer Alfons Genzler haben sich um den Musikverein Pfaffenhausen besonders verdient gemacht.
Foto: Winfried Ehling
(win) Waldemar Danz und Alfons Genzler sind zwei Männer der ersten Stunde, die seit Gründung der Musikkapelle Pfaffenhausen vor 25 Jahren bis heute ehrenamtlich Dirigent beziehungsweise Schriftführer sind und dafür schon beim Kommersabend ausgezeichnet wurden. Der Landkreis hat beide schon mit dem Kulturehrenbrief gewürdigt.
Waldemar Danz lernte mit acht Jahren das Trompetenspiel bei seinem Vater Leopold. „Seinerzeit war noch das Pumpwerk im Dorf der Proberaum. Gemeinschaftsproben wurden in den Privatwohnungen der Musiker abgehalten“, erinnert er sich.
Mit 13 Jahren übernahm Danz junior das Orgelspiel in der Kirche, nachdem die Organistin weggezogen war. Er übte erst am Klavier im Hammelburger Kolpingheim, dann unterrichtete ihn Schulrat Galmbacher an der Orgel der Stadtpfarrkirche. Seine ersten Messen begleitete er mit einer Hand, erst später mit Pedal. „Mein Vater saß dabei immer auf der Orgelbank“, so Danz, der schon bald eine Singgruppe gründete, die Gottesdienste umrahmte.
In den 70er Jahren gründete Rudolf Hofbauer eine Jugendkapelle, von der allerdings nur noch wenige übrig blieben. Ab 1978 übernahm Danz das Ruder und spielte mit seinen Musikern noch vor der Vereinsgründung bei Festen, etwa der Einweihung des Sportheims.
Der Nordbayerische Musikbund würdigte Danz, der seit 23 Jahren auch die Wallfahrer nach Vierzehnheiligen begleitet, für seine 30-jährige Dirigententätigkeit und für 50 Jahre Musizieren, mit Ehrennadeln in Gold mit Diamant. Bei der Musikkapelle ist er Ehrendirigent.
Genzler, pensionierter Lehrer, versteht sich nicht nur aufs Führen von Protokoll und Chronik, sondern auch auf das Fabulieren. Er hat bereits zahlreiche Büchlein und Bände mit Gedichten und Geschichten aufgelegt. Gleichwohl nur Autodidakt auf der Mundharmonika und nie aktiver Musiker, zählt er zu den guten Geistern des Vereins. Sein Sohn Marco aber ist Vorsitzender der Kapelle und aktiver Musiker.
Quelle: Mainpost, 22.05.2011